Eine Zwischenfinanzierung (Überbrückungskredit, Zwischenkredit) ist eine kurzfristige Finanzierung, die eine Lücke überbrückt – z. B. wenn Sie eine neue Immobilie kaufen wollen, der Verkaufserlös Ihrer bisherigen Immobilie aber noch nicht verfügbar ist. Die Bank stellt Ihnen für begrenzte Zeit (oft wenige Monate bis etwa zwei Jahre) Kapital zur Verfügung; nach Verkauf der alten Immobilie oder nach Inanspruchnahme der endgültigen Baufinanzierung wird die Zwischenfinanzierung abgelöst. Im Folgenden erfahren Sie, wann eine Zwischenfinanzierung zum Einsatz kommt, welche Kosten anfallen und worauf Sie achten sollten.
Was ist die Zwischenfinanzierung? Definition
Die Zwischenfinanzierung deckt einen temporären Bedarf: Sie brauchen Geld zu einem Zeitpunkt, an dem Ihre geplanten Mittel (Verkaufserlös, Eigenkapital, endgültiges Darlehen) noch nicht fließen. Typische Fälle: Kauf vor Verkauf – Sie kaufen eine neue Immobilie und wollen die alte erst danach verkaufen; der Erlös ist als Eigenkapital für den Kauf eingeplant, steht aber noch nicht zur Verfügung. Baufortschritt – Bei Neubau werden Mittel in Tranchen gebraucht; die Zwischenfinanzierung überbrückt die Zeit bis zur nächsten Auszahlung oder bis zur endgültigen Finanzierung. Umschuldung oder Anschlussfinanzierung – Kurzfristige Bereitstellung, bis die neue Anschlussfinanzierung steht. Die Laufzeit ist begrenzt (oft 6–24 Monate); Zinsen und ggf. Tilgung laufen in dieser Zeit.
Kosten und Risiken
Zwischenfinanzierungen sind in der Regel teurer als langfristige Baufinanzierungen – die Bank trägt ein höheres Risiko (kurze Laufzeit, Abhängigkeit vom Verkauf oder von der endgültigen Finanzierung). Der Zinssatz und ggf. Bereitstellungszinsen sollten Sie genau prüfen. Wenn der Verkauf der alten Immobilie länger dauert als geplant, verlängert sich die Laufzeit und die Kosten steigen. Planen Sie daher einen Puffer und klären Sie mit der Bank, ob eine Verlängerung möglich ist und zu welchen Konditionen.
Warum ist die Zwischenfinanzierung wichtig?
Sie ermöglicht Transaktionen, die sonst scheitern würden – z. B. den Kauf der neuen Immobilie vor dem Verkauf der alten. Ohne Zwischenfinanzierung müssten Sie erst verkaufen, dann kaufen (mit doppelter Umzugs- und Mietbelastung) oder den Kaufvertrag an den Verkaufserlös koppeln. Die Zwischenfinanzierung gibt Flexibilität, kostet aber mehr als ein normales Darlehen. Für die Bank ist die Absicherung zentral: Oft wird die zu verkaufende Immobilie oder die neue Immobilie mit einbezogen; die Kreditwürdigkeit und die realistische Verkaufsprognose werden geprüft.
Typische Bedingungen
Die Bank verlangt in der Regel einen Nachweis, wie die Ablösung erfolgen soll (Verkaufserlös, Auszahlung der endgültigen Baufinanzierung). Die Laufzeit wird festgelegt; bei Fälligkeit muss die Zwischenfinanzierung getilgt sein. Verzögerungen können zu Verlängerungsgebühren oder höheren Zinsen führen. Ein Kreditvergleich hilft, günstige Konditionen für die Überbrückung zu finden.
So planen Sie die Zwischenfinanzierung
Kalkulieren Sie realistisch, wie lange die Überbrückung dauern wird (Verkaufsdauer, Baufortschritt, Fristen der endgültigen Finanzierung). Holen Sie Angebote für die Zwischenfinanzierung ein und vergleichen Sie Zinssatz, Laufzeit und Kosten. Sichern Sie ab, dass die Ablösung termingerecht möglich ist – z. B. durch Kreditzusage für die endgültige Baufinanzierung oder durch einen realistischen Verkaufsplan. Prüfen Sie, ob Ihre Hausbank oder Ihr Baufinanzierungsberater die Zwischenfinanzierung mit der Anschlussfinanzierung aus einer Hand anbietet – das vereinfacht die Abwicklung. Ein Kreditvergleich zeigt auch Konditionen für die spätere Ablösung durch ein neues Darlehensangebot.
Hier kommt baufi-netz.de ins Spiel: Über den Baufinanzierung-Vergleich von baufi-netz.de können Sie unverbindlich anfragen – auch für Zwischen- und Anschlussfinanzierung. Der Service ist kostenlos.
Zusammenfassend überbrückt die Zwischenfinanzierung eine zeitliche Lücke; sie ist teurer als ein normales Darlehen und erfordert eine klare Ablöseplanung.
Häufige Fragen zum Thema Zwischenfinanzierung
Wie lange läuft eine Zwischenfinanzierung?
Typisch sind 6 bis 24 Monate. Die genaue Laufzeit vereinbaren Sie mit der Bank; sie muss zur geplanten Ablösung (Verkauf, endgültige Finanzierung) passen.
Was passiert, wenn der Verkauf länger dauert?
Sie müssen die Laufzeit mit der Bank verlängern oder die Zwischenfinanzierung anderweitig ablösen. Verlängerungen können mit höheren Zinsen oder Gebühren verbunden sein.
Kann die Zwischenfinanzierung in die endgültige Baufinanzierung übergehen?
Das hängt vom Anbieter ab. Manche Banken bieten „Kombi-Lösungen“: Die Zwischenfinanzierung wird später in die gleiche oder eine angepasste Dauerfinanzierung überführt. Sonst müssen Sie ablösen und eine neue Anschlussfinanzierung abschließen.
Wer prüft meine Bonität für die Zwischenfinanzierung?
Der Kreditgeber prüft Ihre Kreditwürdigkeit und wie die Ablösung gesichert ist (Verkaufserlös, andere Finanzierung).
Sind die Zinsen höher als bei einer normalen Baufinanzierung?
In der Regel ja – wegen des kurzfristigen Risikos. Vergleichen Sie mehrere Anbieter, um die günstigsten Kreditkonditionen zu finden.
Wir hoffen, dass Sie zum Begriff "Zwischenfinanzierung - informativ und verständlich erklärt" im Rahmen der Baufinanzierung nun gut informiert sind.
Wenn Sie bereit sind, den nächsten Schritt zu gehen und Ihre Baufinanzierung zu planen oder zu optimieren, laden wir Sie herzlich ein, unseren Baufinanzierung-Vergleich zu nutzen. Damit finden Sie die besten Konditionen, sichern sich niedrige Zinsen und können Ihre Traumimmobilie mit einer maßgeschneiderten Finanzierung realisieren.
Baufinanzierung Vergleich: Was möchten Sie finanzieren?
- Wir ermitteln für Sie die Top-Zinsen bei mehr als 650 Anbietern
- Profitieren Sie von unseren Konditionen: im Schnitt 0,5% besser als bei der Hausbank
- Umgehend, kostenlos und unverbindlich erhalten Sie Ihr Finanzierungsangebot
Verwandte Begriffe
Übersicht: Baufinanzierung Lexikon







